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Versuchte Vergewaltigung

Versuchte Vergewaltigung


Eine zwangsweise vorgenommene Injektion von Fremdsubstanzen in den Körper eines Menschen gleicht einer Vergewaltigung. Und der von einigen Politikern ergehende Aufruf zu einer Zwangsimpfung dem Aufruf zur Vergewaltigung.

Versuchte Vergewaltigung

Von Chaim Noll

Ich habe mich gegen Corona impfen lassen, dreimal, aus freier Entscheidung. Weil ich erstens hoffte, es würde mich gegen eine Infektion schützen oder wenigstens ihre Wirkung abschwächen, zweitens eine soziale Handlung darin sah, drittens, weil es hier in Israel so einfach war, schnell und schmerzlos, und bei mir keine unerfreulichen Nebenwirkungen hatte. Meine Frau ist bis heute ungeimpft. Gleichfalls aus Überzeugung. Durch sie kenne ich die wesentlichen Argumente der „Impfgegner“ aus nächster Nähe – überzeugt haben sie mich nicht, doch ich halte sie, wie jede andere Meinung, für bedenkenswert.

Und obwohl ich mich habe impfen lassen, bin ich entschieden gegen jeden Zwang, diesen Schritt anderen aufzunötigen. Zum einen bedeutet eine solche Nötigung durch den Staat, den Arbeitgeber oder wen auch immer einen Eingriff in die persönliche Entscheidungsfreiheit, die in einer freien, demokratischen Gesellschaft jedem Menschen zugestanden werden muss. Dass sich der Staat, eine Partei, eine selbsternannte Elite, Vorgesetzte oder wer auch immer für besser informiert, klüger, wissenschaftlicher halten als die übrige Bevölkerung und daher für berechtigt, aus diesem Besserwissen heraus die Unklugen, Falschdenker und Verweigerer zu zwingen, das vermeintlich Klügere zu tun, ist ein Merkmal totalitärer Gesellschaften. Oder totalitär angehauchter Parteien in Demokratien, etwa der neuerdings in Deutschland regierenden.

Öffentlicher Aufruf zu strafbaren Handlungen

Impfen bedeutet das Eindringen eines Instruments in den Körper eines Menschen zum Zweck einer Injektion fremder Stoffe – ein Vorgang, der nur mit Einwilligung des oder der Betroffenen vorgenommen werden darf. Die Hoheit über ihren Körper liegt in einer freien Gesellschaft ausschließlich bei den Individuen, nicht bei irgendeiner übergeordneten Instanz. Wir erkennen den Körper eines oder einer Anderen als unantastbar an, solange uns nicht deutliche Zeichen der Zustimmung gegeben werden, die eine Berührung oder ein Eindringen legitimieren. Bei sexuellen Handlungen unterscheiden wir scharf zwischen Einvernehmlichkeit und, wo diese nicht vorliegt, Vergewaltigung. Auch unser Recht macht hier den entscheidenden Unterschied: eine einvernehmlich vorgenommene Handlung ist als solche nur unter besonderen Umständen von juristischem Interesse, während eine Vergewaltigung in jedem Fall strafrechtlich verfolgt, bestraft und gesellschaftlich geächtet wird.

In diesem Sinne gleicht eine zwangsweise vorgenommene Injektion von Fremdsubstanzen in den Körper eines Menschen einer Vergewaltigung. Und der von einigen Politikern, Wissenschaftlern und Medienleuten ergehende Aufruf zu einer Impfpflicht oder Zwangsimpfung dem Aufruf zur Vergewaltigung. Die zwangsweise Impfung muss nicht unbedingt mit körperlicher Gewalt vorgenommen werden. Es genügt, um den Tatbestand der Nötigung zu erfüllen – auch hier ähnlich wie bei sexueller Nötigung –, wenn erpresserischer Druck auf die Ungeimpften ausgeübt wird, etwa angedrohtes Entziehen der Existenzmittel durch den Staat. Solche Vorschläge sind allen Ernstes vorgetragen worden. Deswegen muss man – obwohl ihre Unausführbarkeit trivial scheint – darauf hinweisen, was sie eigentlich bedeuten. Allein dass sich die öffentliche Diskussion in Richtung strafbarer Handlungen bewegt, erfordert entschiedenen Widerspruch, Protest und Demonstrationen durch die Minderheit, der das Folgenschwere dieses Ansinnens bewusst ist.

Soweit ich weiß, wird auch der öffentliche Aufruf zu strafbaren Handlungen juristisch geahndet und gegebenenfalls bestraft. Wenn also Politiker die elementaren Regeln der Demokratie, etwa die Unverletzlichkeit des Körpers eines Menschen, außer Acht lassen oder gar außer Kraft setzen wollen, muss die dritte Gewalt einschreiten, die Judikative. Das hieße in diesem Fall, dass gegen Aufrufe oder Aufforderungen zur zwangsweisen Impfung, also zu einer versuchten Vergewaltigung, auch wenn sie im Namen einer „höheren Vernunft“, des angeblichen Staatsinteresses oder der Wissenschaft erfolgen, juristisch vorzugehen wäre. Und dass die Gerichte verpflichtet sind, den Bürgerprotest gegen solche Versuche – im Rahmen der demokratischen Rechte – gegen staatliche Verbote und Unterdrückungsmaßnahmen durchzusetzen.


Autor: Chaim Noll
Bild Quelle: Archiv


Donnerstag, 20 Januar 2022

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