Jung und tot: Warum?

Jung und tot: Warum?


Immer mehr Menschen berichten aus ihrem privaten Umfeld über auffällige Erkrankungen oder Todesfälle zuvor kerngesunder Freunde oder Bekannter. Auch entsprechende Medienberichte nehmen zu. Geschieht jetzt das, was skeptische Wissenschaftler vorausgesagt haben?

Jung und tot: Warum?

Von Ulrike Stockmann

Ein Bekannter erzählt mir vom plötzlichen Tod eines Mannes, den ich flüchtig kannte, der mir aber als sehr dynamischer und sympathischer Zeitgenosse aufgefallen war. Der ungefähr 50-jährige Familienvater sei „plötzlich und unerwartet“ am Schreibtisch zusammengebrochen. Die nähere Todesursache sei unbekannt. Ich bin bestürzt, denn die Mischung aus Vitalität und Tod formt in meinem Kopf einen merkwürdigen Kontrast. Gleichzeitig entfährt es mir: „War er etwa geimpft?“ Das weiß mein Gesprächspartner nicht, der mich mit einem leisen Stirnrunzeln ansieht. Ich ärgere mich über meine Taktlosigkeit. Doch der Verdacht bleibt als großes Fragezeichen im Raum stehen.

Ich weiß nicht, ob ich meiner Wahrnehmung vertrauen kann, wenn ich mehr und mehr der Ansicht bin, rätselhafte Symptome bei Menschen zu beobachten, die einmal oder mehrfach geimpft sind. Ist die eingangs geschilderte Szene womöglich ein Anzeichen dafür, dass ich mittlerweile Gespenster sehe? Andererseits häufen sich in den letzten Monaten auch in meinem Umfeld unter den Geimpften Befunde, die bemerkenswert sind.

Ohnmachtsanfälle, Thrombosen, Menstruations- und Durchblutungsstörungen sind mir bisher zu Ohren gekommen. Oft scheinen die Betroffenen selbst dies nicht mit ihrer Impfung in Verbindung zu bringen. Wird mir Derartiges berichtet, beiße ich mir daher regelmäßig auf die Zunge, weil ich die ohnehin Geschädigten nicht noch mehr beunruhigen will. Bestürzt hat mich vor allem der Fall des Berliner Kult-Schuhmachers John O'Hara, der nach seiner AstraZeneca-Impfung das Guillain-Barré-Syndrom entwickelte und nun im Rollstuhl sitzt und nicht mehr arbeiten kann.

„Plötzlich und unerwartet“ verstorben

Doch ist dieses Sammelsurium persönlicher Beobachtungen in irgendeiner Form als evident? Immerhin bin ich nicht die Einzige, die sich derartige Gedanken macht. Der Hashtag #ploetzlichundunerwartet ist bei Twitter sehr beliebt. Unter dieser Verschlagwortung teilen Nutzer Todesfälle und Gesundheitsschäden, die mutmaßlich mit einer Impfung in Zusammenhang stehen. Die Geschädigten sind in der Regel jungen oder mittleren Alters. Natürlich schaffen es vor allem Fälle Prominenter in die öffentliche Wahrnehmung, wie jener von Hailey Bieber, der Frau von Justin Bieber, die jüngst im Alter von 25 Jahren ein Blutgerinnsel im Gehirn überstand.

Immer wieder ist von verstorbenen oder geschädigten Profisportlern, aber auch am Steuer ohnmächtig gewordenen Auto- und LKW-Fahrern zu lesen. Anfang Februar ist etwa der 21-jährige griechische Fußballspieler Alexandros Lampis nach einem Herzstillstand während eines Fußballspiels tot zusammengebrochen. Anfang März ist die 22-jährige US-amerikanische Fußballerin Katie Meyer überraschend verstorben. Der lettische Eishockeyspieler Vitalijs Jache betrauert den plötzlichen Tod seiner jungen Frau, die in der vergangenen Woche unerwartet starb. Und gerade ist der 38-jährige Bürgermeister des österreichischen Ortes Neuhofen an der Krems, Christian Maurer, auf ungewöhnliche Weise aus dem Leben geschieden. Er soll während einer Sitzung am 21. März aufgrund einer Hirnblutung ohnmächtig geworden und nach wenigen Tagen im Krankenhaus verstorben sein.

Bei diesen Fällen aus den letzten Wochen ist natürlich nicht erwiesen, dass die jeweiligen Personen geimpft waren. Aufgrund der gängigen Corona-Bestimmungen für Sport und Verwaltung ist jedoch davon auszugehen. Als gesichert dürfte es im Fall der vehementen Impf-Verfechterin und Covid-Impfkoordinatorin der US-amerikanischen Stadt Louisville, Dr. Sarah Beth Hartlage gelten. Diese ist ebenfalls Mitte März im Alter von 36 Jahren „plötzlich und unerwartet“ verstorben.

„Lungenembolie, ausgelöst durch einen Blutstau im Knie“

In Deutschland sorgte gerade die Meldung des plötzlichen Todes von Kristian Willem Tangermann für Aufsehen. Am vergangenen Dienstag ist der Bürgermeister der niedersächsischen Stadt Lilienthal im Alter von 45 Jahren überraschend verstorben. Der CDU-Politiker war mit Ina Brandes, der Verkehrsministerin von Nordrhein-Westfalen, verheiratet. Er ist laut Weserkurier gegen Mittag von Angehörigen zu Hause tot aufgefunden worden. Zunächst gab es zu den näheren Todesumständen keine weiteren Details.

Am 26. März schrieb jedoch die Lokalzeitung „Kreiszeitung Wochenblatt. Nordheide Elbe & Geest“:

„Bezüglich der Todesursache hält sich die Polizei bedeckt. Fremdverschulden oder Suizid seien aber auszuschließen, heißt es. Und weiter: In dem Fall seien die Ermittlungen abgeschlossen. Es sei nicht Aufgabe der Behörden, nachzuforschen, ob der Verstorbene unter irgendwelchen Krankheiten litt. Parteifreunde Tangermanns werden da schon etwas genauer. Er habe eine Lungenembolie erlitten, ausgelöst durch einen Blutstau im Knie, heißt es.“

Tangermann galt als außerordentlich sportlich, im Ort war er durch seine regelmäßigen Joggingrunden aufgefallen. Ob Tangermann geimpft war, ist nicht bekannt. Da er auf seinem Facebook-Profil jedoch regelmäßig für die Impfung warb und zudem ein politisches Amt bekleidete, ist wohl davon auszugehen.

„Erhebliche Untererfassung von Impfkomplikationen“

Was nun aber mit all diesen Fällen anfangen? Das Nächstliegende wäre ein Blick auf aktuelle Zahlen, die Aufschluss über Vorkommen und Häufigkeit von Impfschäden beziehungsweise Todesfällen durch Impfung geben. Jedoch ist fraglich, inwiefern hierzu verlässliche Daten vorliegen. Das Paul-Ehrlich-Institut gab bekannt, dass bis zum 30. November 2021 für Deutschland 1919 Verdachtsmeldungen für Todesfälle in Zusammenhang mit der Corona-Impfung vorlägen. Diese korrigierte es noch auf lediglich 78 Fälle herunter, die tatsächlich im Zusammenhang mit der Impfung stünden.

Eine lange Reihe von wissenschaftlichen Beiträgen auf Achgut.com, zuletzt „mRNA-Impfungen”: Der perfekte Sturm, zeigen jedoch, dass es sich eben nicht nur um anekdotische Wahrnehmungen handelt, sondern dass es durchaus empirische Zahlen und vor allem gut beschriebene Wirkungsmechanismen gibt, die Schlimmes befürchten lassen. Dort heißt es unter anderem:

„Leistungssportler, insbesondere solche, die eine unbeabsichtigte, intravenöse Injektion der Partikel erhalten, verteilen die Lipid-Nanopartikel schnell und effektiv von der Injektionsstelle bis zum Herzmuskelgewebe, wo sie ihr Zerstörungswerk beginnen. Bei der großen Belastung des Herzens auf dem Spielfeld kommt es dann zum Stillstand des entzündeten und überlasteten Herzens, wie es seit Beginn der Impfkampagne erschreckend häufig passiert ist.“

Die Dunkelziffer der nicht gemeldeten Fälle dürfte erheblich sein. Es ist bekannt, dass die Meldung des Impfschadens eines Patienten durch den behandelnden Arzt im Schnitt 30 bis 45 Minuten in Anspruch nimmt und daher sehr zeitaufwändig ist. Viele Ärzte werden es schlichtweg nicht schaffen, Impfschäden zu melden. Dr. med. Antje Greve, ärztliche Mitarbeiterin des Gesundheitsamtes Karlsruhe, wies schon im vergangenen September in der Berliner Zeitung auf eine „erhebliche Untererfassung von Impfkomplikationen inklusive Todesfolge“ hin. Im selben Beitrag warf die Opernsängerin Bettina Ranch, die durch ihre Impfung unter anderem eine Gesichtslähmung erlitten hatte, ihrem Arzt vor, den Schaden nicht gemeldet zu haben.

Selbst der MDR brachte in der letzten Woche in der Sendung „Umschau“ einen Beitrag zum Thema „Impfkomplikationen: Warum sich Betroffene alleingelassen fühlen“. Auch wenn der Beitrag betont, dass Impfschäden selten seien, wird die Tabuisierung des Problems angeprangert. Auf Anfrage des MDR teilte das Paul-Ehrlich-Institut mit, man nehme die Fälle ernst, habe bisher aber kein Risikosignal, also kein gehäuftes Auftreten im Zusammenhang mit der Impfung erkennen können. „Wie kann das sein?“, fragt der MDR-Bericht.

Im Bericht kommt außerdem der Berliner Arzt Erich Freisleben zu Wort. Nachdem er im Internet ein Video zum Thema Impfnebenwirkungen veröffentlicht hatte, rannten ihm Patienten aus der ganzen Bundesrepublik die Praxis ein, weil sich herausstellte, dass viele seiner Kollegen Impfschäden nicht ernst nehmen. Auch Freisleben weist daraufhin, dass er für fünf Meldungen von Impfschäden ungefähr vier Stunden benötigt. Dies lässt er von einer Mitarbeiterin erledigen, da er selbst nicht dazu kommt. Er hat mittlerweile 86 Fälle von Impfschäden an das Paul-Ehrlich-Insititut gemeldet. Eine Antwort bekam er bislang nicht.

Nur eine genaue Erfassung von Impfnebenwirkungen und Impftodesfolgen kann ein klares Bild vom tatsächlichen Schaden durch die Corona-Impfstoffe vermelden. Erst dann wird sich zeigen, in welcher Größenordnung sich die Verluste abspielen. Und es wird sich herausstellen, ob der Eindruck zahlreicher Impfschäden, der manchen von uns ein schlechtes Bauchgefühl vermittelte, eine irrige Annahme oder eine durch Beweise erhärtete Erkenntnis ist.                                                                                          


Autor: AchGut
Bild Quelle: Archiv


Donnerstag, 31 März 2022

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